Zusammenfassung
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- Bildungsminister Wiederkehr plant eine Verordnung, um Schulen in Österreich zur handyfreien Zone zu machen und digitale Ablenkung zu minimieren.
- Die genaue Ausgestaltung der handyfreien Zone obliegt den Schulen, wobei Unterricht und Pausen jedenfalls handyfrei sein sollen.
- Laut einer Umfrage wünschen sich 74% der befragten Lehrer ein generelles Handyverbot an Schulen.
Als Wiener Bildungsstadtrat spricht sich Christoph Wiederkehr vor wenigen Wochen vor ein Handyverbot an Volksschulen aus. In seiner zweiten Woche als pinker Bildungsminister widmet er seine erste Pressekonferenz erneut dem Thema und lässt nach einem runden Tisch u.a. mit Schüler-, Lehrer-, Elternvertreter mit Umweltmediziner Hans-Peter Hutter aufhorchen.
Wiederkehr will „Schulen grundsätzlich zur handyfreien Zone machen“. Eine entsprechende Verordnung soll bald in Kraft treten.
Es gehe darum, das digitale Lernen zu fördern, so der Bildungsminister – die digitale Ablenkung solle minimiert werden.
Im Rahmen der Schulautonomie/Schulgemeinschaftsausschuss soll organisiert werden, wie mit anderen elektronischen Geräten künftig umgegangen werden wird.
Auf Nachfrage, wie die Handyfreie Zone ausgestaltet sein wird, sagt Wiederkehr dies obliege den Schulen. Der Unterricht und die Pausen sollenjedenfalls handyfrei werden. Ob die Handys in „Handygaragen“ abgesperrt werden oder andere Vorrichtungen geschaffen werden, das sei im Rahmen der Schulautonome zu organisieren.
Laut einer österreichweiten, nicht repräsentativen Studie des Österreichischen Bundesverlags Schulbuch (öbv) in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität Linz (JKU), für die949 Lehrkräfte aus allen Schultypen und Bundesländern befragt wurden, wünschen sich 44 Prozent der befragten Lehrerinnen und Lehrer ein generelles Handyverbot an Schulen, weitere 30 Prozent stimmen diesem Wunsch „eher“ zu – in Summe also 74 Prozent. 26 Prozent lehnen ein Verbot ab.