Startseite Politik Kopftuchverbot: Regierung plant Strafen von mehr als 1.000 Euro

Kopftuchverbot: Regierung plant Strafen von mehr als 1.000 Euro

von Max

Fünf Jahre ist es her, dass der Verfassungsgerichtshof (VfGH) das von Türkis-Blau beschlossene umstrittene Kopftuchverbot an Volksschulen kippte. Wie im Koalitionsprogramm angekündigt, nimmt nun die Regierung einen zweiten Anlauf. 

Das Verbot soll für Mädchen bis 14 Jahre gelten. In diesem Alter beginnt die Religionsmündigkeit. Laut Kronenzeitung sind bei Zuwiderhandeln Geldbußen von mindestens einigen hundert bis zu mehr als 1.000 Euro im Wiederholungsfall vorgesehen. 

Das Gesetz soll nicht nur an öffentlichen, sondern auch an privaten Schulen gelten. Mit dieser Ausweitung erhofft man sich im Integrationsministerium von Claudia Plakolm (ÖVP), dass das Gesetz diesmal vor dem VfGH hält. 

Allerdings ist völlig unklar, wie viele muslimische Mädchen unter 14 tatsächlich Kopftuch tragen. Laut Ministerium handle es sich jedenfalls nicht um Einzelfälle.  

Maßnahmen gegen Sittenwächter

Das Kopftuch-Verbot ist allerdings nur ein Teil eines größeren Pakets. Nach KURIER-Informationen beinhaltet es auch Schritte gegen so genannte „Sittenwächter“ sowie Maßnahmen, mit denen das Selbstbewusstsein junger Mädchen, aber auch deren Eltern gestärkt werden soll. 

Noch befindet sich das Gesetzespaket in koalitionsinterner Abstimmung. Wann es beschlossen werden kann, ist noch offen. 

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