Startseite Politik Wie die Österreicher über die Budgetkrise und die Dreierkoalition denken

Wie die Österreicher über die Budgetkrise und die Dreierkoalition denken

von Max

Für sieben Jahre ist der Konsolidierungspfad Österreichs anberaumt, um den Staatshaushalt wieder in den Griff zu bekommen. So jedenfalls der Plan der künftigen Koalition. Hauptverantwortlich für die finanzielle wie wirtschaftlich schwierige Situation im Land ist – da sind sich die 1.070 von OGM für den KURIER Befragten (Schwankungsbreite: +/–3 %) einig: Österreichs Politik (41%) und die EU (25 %). 

„Die Wirtschaftsforscher sind trotz mehrfach korrigierter Prognosen nicht in der Ziehung“, sagt OGM-Chef Wolfgang Bachmayer. Um die in Relation zu anderen EU-Staaten lange sehr hohe Inflationsrate zu bekämpfen, hätte die türkis-grüne Regierung in Österreich nach Meinung der Befragten die Corona-Hilfen (28 %) reduzieren sollen. Das befindet das Gros der ÖVP-Wähler (45 %), wie das der Neos (32 %) und der Grünen (25 %). Die CO2-Steuer ist für die FPÖ-Wähler (36 %) der Preistreiber schlechthin, für die SPÖ-Anhänger ist es der nicht eingeführte Mietendeckel (36 %).

Von „Realismus in der Wählerschaft“ spricht der OGM-Chef angesichts der Erwartungen an die neue Regierung. 

„Eine Mehrheit von 59 % erwartet gleichbleibende oder noch weitere Schulden, nur jeder Dritte eine langsame Sanierung.“ Ebenso realistisch wie „wenig optimistisch“ falle der Blick auf 2025 aus. „Kaum jemand glaubt an das Herauswachsen aus der Krise.“

49 % gehen von einem Schrumpfen der Wirtschaft aus, 43 % von einer Stagnation.

Sorge bereitet den Befragten die Konstellation der künftigen Koalition: Sowohl eine derzeit als unwahrscheinlich geltende Regierung mit FPÖ-Chef Herbert Kickl als Kanzler (26 %) als auch die wahrscheinliche von ÖVP, SPÖ und Neos (23 %). Für Unbehagen, wohl auch aus Unwissen, sorgen bei vielen die technischen Möglichkeiten, die Künstliche Intelligenz und ChatGPT mit sich bringen.

Wie die Österreicher über die Budgetkrise und die Dreierkoalition denken

25 % der Befragten machen KI und ChatGPT Angst, 33 % finden diese spannend, arbeiten aber nicht damit – lediglich 8 % integrieren KI und Co. in ihren Arbeitsalltag. „Die medialen Berichte und Diskussionen zeichnen ein völlig übertriebenes Bild der KI-Nutzung“, so Bachmayer in Anbetracht der Umfragedaten. „Tatsache ist, dass knapp ein Drittel mit den Begriffen KI und ChatGPT generell wenig anfangen kann.“ Zwei Drittel haben laut KURIER-OGM-Umfrage gar kein Interesse daran.

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